Brigitte Elsbach (1923–2017)

Von Häusern zum Leben – und als Verpflichtung

Über uns

Häuser fürs Miteinander

Der Besitz von mehreren Wohngebäuden in der Großstadt Berlin ist für die Familie Elsbach ein besonderer sozialer Auftrag.

Wir haben zu tun mit einem wertvollen Gut der Menschen, ihrem Dach über dem Kopf – also dem Schutzraum, aber auch dem Raum ihrer Entfaltung. Daraus leiten wir eine Verpflichtung für das Gemeinwohl in der Nachbarschaft ab. Wo es dieses in den einzelnen Stadtteilen zu verbessern gilt, da beteiligen wir uns gern.

Das Stiftungsvermögen der Stifterin Brigitte Elsbach (1923–2017) besteht ausschließlich aus Immobilien. Teils sind die Häuser seit Jahrzehnten im Besitz der Familie. Die Erträge daraus sollten der Gemeinschaft zugute kommen, hat sie verfügt.

Soziale Leitsätze bestimmen schon seit längerem das Handeln der Elsbach Hausverwaltung, die sämtliche Stiftungsimmobilien betreut. Die Mieterinnen und Mieter in den Häusern sollen ein lebenslanges Wohnrecht genießen. Wohnungen aus dem Stiftungsbestand werden garantiert nicht in Eigentumswohnungen umgewandelt.

Auch die Elsbach Hausverwaltung hat bereits einzelne soziale Projekte gefördert. Diese können nun mit den Geldern der Elsbach Stiftung weiter unterstützt werden.

Stiftungsgründerin Brigitte Elsbach
und Stiftungsvorsitzender Pedro Elsbach
Brigitte Elsbach

Brigitte Elsbach (1923–2017): Existenzen sichern

Sie wurde in Königsberg (Ostpreußen) geboren und erlebte bereits als junges Mädchen die Ausgrenzung aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln im nationalsozialistischen Deutschland. Noch vor der Reichspogromnacht 1938 gelang der Familie die Ausreise über die Tschechoslowakei und Marseille nach Uruguay. Dort bauten sich die Flüchtlinge eine neue Existenz auf. 1941 heiratete Brigitte in Südamerika den deutschen Auswanderer Alfred Elsbach. 1954 kehrten sie nach Deutschland zurück. Brigitte Elsbach legte fortan unter anderem ihre Ersparnisse und Wiedergutmachungszahlungen in Immobilien in ihrer neuen Heimatstadt Berlin an. Diese Häuser langfristig zu halten, um den Bewohnern eine sichere Existenz zu garantieren, stand für sie von Beginn außer Frage. Ebenso entwickelte sie eine materielle Großzügigkeit gegenüber Vereinen, Selbsthilfeprojekten und konkreten Hilfestellungen für mittellose Menschen.

Gemeinsam mit dem Sohn Pedro Elsbach entstand die Idee, das Erbe in die Elsbach Stiftung zur Förderung gemeinnütziger Initiativen einzubringen.